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  • 8. MTP Wintermarathon 2017

    - Hersbruck

    14.01.2017 um 11:00 Uhr

  • 57. Prellsteinrennen 2017

    - Neutras

    Das 57. Prellsteinrennen findet am 29. Januar 2017 statt.

  • Landkreislauf

    Am 23.07.2016

  • Hüttenwochenende 2016

    - Hetzendorfer Hütte

    Am 28/29.05.2016

  • Herbstwanderung 2016

    Am 01.11.2016

  • Vereinsmeisterschaft Berglauf

    - Karwendel

    VM Berglauf am 16.07.2016 im Karwendel

  • Vereinsmeisterschaft Marathon

    - Hamburg

    VM Marathon am 17.04.2016 in Hamburg

Transvulcania Ultramarathon 2016

01.06.2016

Der Transvulcania auf der Kanareninsel ist eines der Traumziele für jeden Trailläufer. Ein Lauf quer über die Insel der fast keinen Vulkankegel auslässt, die Caldera umrundet und durch grandiose Landschaften führt und das auf einer Streckenlänge von 74,33 km mit 4.350 Höhenmetern.

 

Also habe ich mich im November 2015 angemeldet, da die 1.800 Startplätze für die lange Strecke immer recht schnell vergeben sind. Dazu gleich noch einen 2-wöchigen Urlaub auf der Insel gebucht. Leider lief dann die Vorbereitung nicht besonders gut, ich hatte die Monate vorher immer Knieproblemen und bin dann eigentlich mit dem Vorsatz angereist, besser doch nur zuzusehen. Aber die Stimmung auf der Insel hat mich dann eines besseren belehrt. Schon Tage vorher wurde in Los Llanos ein großes Zelt aufgebaut und die ganze Insel hat auf den Lauf hin gefiebert.

Und so stehe ich dann am 07. Mai früh um 6.00 Uhr, noch bei Dunkelheit, am Leuchtturm von Fuencaliente am Start, im äußersten Süden der Insel. Mit jeder Minute die es dem Start näher geht steigt das Gänsehautfeeling. Die Stimmung und die Atmosphäre hier sind der Wahnsinn, die Luft vibriert.

Vor dem Start

Dann geht das Licht aus, 1.800 Läufer zählen die letzten 10 Sekunden nach unten und machen sich im Schein ihrer Stirnlampen auf den Weg.

Der Lauf beginnt mit einem Anstieg von knapp 2.000 Höhenmetern auf 17 Kilometer. Das ist nicht sonderlich steil, aber der Vulkansand macht die Sache alles andere als einfach. Nach einer kurzen Runde um den Leuchtturm kanalisiert sich das Feld auf einen kleinen, schmalen Trail der den ersten Vulkan nach oben führt. Man kann hier überholen, muss dafür allerdings den Weg verlassen und im tieferen Sand an den Leuten vorbei laufen. So geht es Meter für Meter in dem Vulkansand nach oben und die Ausblicke auf das Läuferfeld sind gigantisch.

Bald komme ich in den Ort Los Canarios. Es ist 7:00 Uhr morgens, wird langsam hell und es ist der absolute Wahnsinn was hier los ist. Unzählige Menschen auf der Straße, wie in einem Tunnel läuft man an ihnen vorbei zur Verpflegungsstelle, jeder ist mit Begeisterung dabei.

Auch das Klima meint es dieses Jahr gut mit den Läufern, nachdem es im letzten Jahr wegen den hohen Temperaturen außergewöhnlich viele Abbrecher gegeben hat.

Pico de La Cruz AusblickPico de La Cruz - TrailNach Los Canarios laufen wir durch Wolken und Nebel zum Refugio de El Pilar, wo sich nicht nur die dritte Verpflegungsstation befindet, sondern auch das Ziel des Media-Marathons und der Start des Marathons. Das ist der nächste Hotspot des Rennens, hier erwartet die Läufer ein wahres Volksfest. Der Wald bebt und die Stimmung kocht.
Kurz nach Verlassen der Station geht es auf einer etwas breiteren Forststraße mit moderater Steigung flotter voran. Auf dem Weg zum Pico de La Cruz bietet sich ein Blick wie aus dem Flugzeug. Wir laufen nun über der Wolkendecke.







Bis zum höchsten Punkt, dem Roque de Los Muchachos sind es nun nur noch „wenige“ Kilometer und ein „paar“ Höhenmeter. Man kann den Gipfel schon sehen, aber der Trail zieht sich erbarmungslos in der prallen Sonne nach oben.

Gipfel

Auf dem Gipfel gibt es eine Portion Pasta und eine kleine Pause vor dem finalen Downhill, vor mir liegen 2.420 Höhenmeter im Abstieg, verteilt auf 18 km. Die schlimmsten 18 km des ganzen Rennens. Auf ultrasteilen, sehr schwer laufbaren Trails geht es am Aussichtspunkt El Time vorbei zum Küstenort Tazacorte. Ein kleines Highlight auf der Strecke: Ein netter Anwohner drückt mir eine Dose kaltes Bier in die Hand. So ein gutes Bier habe ich noch selten getrunken.

In Tazacorte ist die letzte Verpflegungsstation vor dem Ziel. Die Musik dröhnt nach oben und mit jedem Meter wird sie lauter. Auch hier herrscht wieder Ausnahmezustand und das Ziel schon fast zum greifen nahe. Noch einmal auffüllen was geht und dann geht es auf die letzten 5 Kilometer nach Los Llanos.

Zunächst geht es durch ein ausgetrocknetes Flussbett, dann beginnt ein Anstieg mit 300 Höhenmetern, auf Asphalt, durch Bananenplantagen. Habe im Vorfeld einige Horrorgeschichten über diesen letzten Anstieg gelesen, aber nicht wirklich ernst genommen. Zum Glück wartet Heike auf halber Strecke und begleitet mich zum dem blauen Radweg, die lange Gerade ins Zentrum.

Kurz vor dem ZielIrgendwo dort hinten ist das Ziel, nur noch flach, ein flotter 2-Kilometer-Lauf auf der Straße. Überall in den Kneipen und Bars am Straßenrand sitzen die Leute und jubeln den Läufern zu. Egal wie schnell oder langsam man ist, jeder wird hier gefeiert und klatscht mit den Zuschauern ab.

Und der Zieleinlauf ist der Beste den ich je erlebt habe. Obwohl ich knapp 6 Stunden nach dem Ersten ankomme herrscht immer noch eine Stimmung wie wir ihn hier nur vom Solarer Berg kennen.
Für die Strecke habe ich 12:57:57 h gebraucht und war damit auf Rang 668 von insgesamt 1356 Finishern.

Im Ziel

 

Autor: Harald Schmid

 
 
 

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News-Ticker

 
 

Corinna auf dem Treppchen 

Corinna Bittel wurde beim Dreiviertelmarathon in Fürth mit 2:32:51 dritte Frau und erste der Wu20

Chrissi ist Vereinsmeisterin 

Christina Wölfel holte sich mit 52:52 in Lauf den Vereinsmeistertitel über 10 km

Uli ist Vereinsmeister 

Uli Grallath holte sich in Lauf mit 39:23 den Vereinsmeistertitel über 10 km

Anja ist Vereinsmeisterin 

Anja Gaidamak wurde beim Rennsteiglauf in 1:52:08 Vereinsmeisterin im Halbmarathon

Andreas und Moritz sind Vereinsmeister 

Andreas Nägelein und Moritz Luber wurden beim Rennsteiglauf zeitgleich in 1:30:53 Vereinsmeister im Halbmarathon

Christina ist Vereinsmeisterin 

Christina Prager wurde in Hamburg mit 3:55:12 Vereinsmeisterin im Marathon

Hans-Peter ist Vereinsmeister 

Hans-Peter Prögel wurde in Hamburg mit 3:06:18 Vereinsmeister im Marathon

Bestzeit für Moritz 

Moritz Luber erreichte beim Halbmarathon in Augsburg eine persönliche Bestzeit von 1:17:03

Bestzeit für Corinna 

Corinna Bittel erreichte beim Halbmarathon in Augsburg eine persönliche Bestzeit von 1:31:07

Sieg für die MTP Damen 

Die Läuferinnen des Marathon-Team Pegnitztal belegten beim Landkreislauf 2017 den 1. Platz

 
 
 
 
 
 

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